Angesichts lodernder Flammen und komplexer Umgebungen arbeiten Roboter und Drohnen zusammen, um ihr Können unter Beweis zu stellen.

Bei der Erdbebenhilfeübung „Notfallmission 2021“ am 14. Mai wurden angesichts der lodernden Flammen und verschiedener gefährlicher und komplexer Umgebungsbedingungen wie Hochhäuser, hohe Temperaturen, dichter Rauch, giftige Stoffe und Sauerstoffmangel zahlreiche neue Technologien und Ausrüstungen vorgestellt. Darunter befanden sich Drohnengruppen und das erste Feuerwehrroboter-Rettungsteam der Provinz.

Welche Rolle können sie bei Rettungsaktionen spielen?

Szene 1: Ein Benzintank leckt, es kommt zu einer Explosion, ein Feuerwehrroboter-Rettungsteam erscheint.

Am 14. Mai kam es nach der Simulation eines starken Erdbebens zu einem Leck in sechs 3000-m³-Tanks des Tanklagers Daxing der Firma Ya'an Yaneng. Benzin breitete sich im Brandschutzdamm auf einer Länge von etwa 500 m aus und entzündete sich. Daraufhin explodierten und brannten die Tanks Nr. 2, 4, 3 und 6 nacheinander. Die Flammen schlugen mehrere Meter hoch, und das Feuer war extrem heftig. Diese Explosion stellt eine ernsthafte Bedrohung für die anderen Tanks im Tanklager dar, und die Lage ist äußerst kritisch.

Dies ist eine Szene vom Hauptübungsgelände in Ya'an. Seite an Seite mit Feuerwehrleuten in silbernen Hitzeschutzanzügen kämpft eine Gruppe „Mecha-Krieger“ in orangefarbenen Anzügen – die Roboterstaffel der Feuerwehr Luzhou – inmitten eines lodernden Feuers. Insgesamt waren zehn Einsatzkräfte und zehn Löschroboter im Einsatz, um den Brand zu bekämpfen.

Ich sah 10 Feuerwehrroboter, die nacheinander zum Einsatzort fuhren und schnell Schaum versprühten, um den Löschbehälter zu kühlen und das Feuer zu löschen. Dabei wurde die Genauigkeit des Löschmitteleinsatzes und die effiziente Sprühverteilung sichergestellt, wodurch eine Ausbreitung des Feuers wirksam verhindert wurde.

Nachdem die Einsatzleitung vor Ort die Kampftruppen aller Beteiligten koordiniert und den Löscheinsatzbefehl erteilt hatte, zeigten alle Löschroboter ihre überlegene Leistungsfähigkeit. Auf Befehl des Kommandanten konnten sie den Sprühwinkel der Wasserkanone flexibel anpassen, den Wasserstrahl verstärken und das Feuer durch Schwenken nach links und rechts löschen. Der gesamte Tankbereich wurde gekühlt und das Feuer gelöscht.

Der Reporter erfuhr, dass es sich bei den an dieser Übung teilnehmenden Löschrobotern um RXR-MC40BD (S) Mittelklasse-Schaumlösch- und Aufklärungsroboter (Codename „Blizzard“) und vier RXR-MC80BD Lösch- und Aufklärungsroboter (Codename „Water Dragon“) handelt. Der „Water Dragon“ besteht aus insgesamt 14 Einheiten, der „Blizzard“ aus 11 Einheiten. Zusammen mit dem Transportfahrzeug und dem Flüssigkeitsversorgungsfahrzeug bilden sie die grundlegende Löscheinheit.

Lin Gang, Leiter der Einsatzausbildungsabteilung der Feuerwehr Luzhou, erklärte, dass im August letzten Jahres zur umfassenden Stärkung der Modernisierung der Feuerwehr- und Rettungskapazitäten, zur Beschleunigung der Umstrukturierung und Aufrüstung der Feuerwehrkräfte, zur Lösung von Problemen bei der Brandbekämpfung und Rettung sowie zur Reduzierung von Opferzahlen das erste Rettungsteam mit Feuerwehrrobotern in der Provinz Luzhou aufgestellt wurde. Feuerwehrroboter können Feuerwehrleute effektiv ersetzen und so auch unter schwierigen Bedingungen wie hohen Temperaturen, dichtem Rauch, giftigen Substanzen und Sauerstoffmangel zum Einsatzort gelangen. Die Roboter werden von hitzebeständigen, flammhemmenden Gummiketten angetrieben. Sie verfügen über einen internen Metallrahmen und sind am Heck mit einem Wasserversorgungsgurt verbunden. Ihre Reichweite beträgt bis zu einem Kilometer von der hinteren Konsole. Die optimale Einsatzreichweite liegt bei 200 Metern, die effektive Reichweite des Wasserstrahls bei 85 Metern.

Interessanterweise sind Feuerwehrroboter nicht hitzebeständiger als Menschen. Obwohl ihr Gehäuse und ihre Ketten hohe Temperaturen aushalten, muss die normale Betriebstemperatur der internen Elektronik unter 60 Grad Celsius gehalten werden. Was tun sie im Feuer? Sie haben einen cleveren Trick: In der Mitte ihres Körpers befindet sich eine zylindrische Sonde, die die Temperatur ihrer Arbeitsumgebung in Echtzeit überwacht und bei Abweichungen sofort einen Wassernebel auf den Roboter sprüht – quasi eine Art Schutzschild.

Die Brigade ist derzeit mit 38 Spezialrobotern und 12 Robotertransportfahrzeugen ausgestattet. Zukünftig werden sie aktiv bei Rettungseinsätzen in explosionsgefährdeten Bereichen wie der petrochemischen Industrie, in weitläufigen Hallen, unterirdischen Gebäuden usw. eingesetzt.

Szene 2: Ein Hochhaus geriet in Brand, und 72 Bewohner wurden von einer Drohne eingeschlossen, die zur Rettung und zum Löschen des Feuers aufstieg.

Neben Notfallmaßnahmen, Einsatzleitung und Einsatzplanung sowie Truppenverlegung ist auch die Rettung vor Ort ein wichtiger Bestandteil der Übung. Die Übung umfasste zwölf Themenbereiche, darunter die Suche und Rettung von unter Druck stehenden Personen in Gebäuden, die Brandbekämpfung in Hochhäusern, die Beseitigung von Gasleckagen in Gasspeicher- und -verteilungsstationen sowie die Brandbekämpfung in Gefahrstofftanks.

Unter anderem simulierte die Übung zur Rettung von Brandbekämpfern in einem Hochhaus einen Brand im Gebäude 5 des Wohnkomplexes Binhe in Daxing, Bezirk Yucheng, Stadt Ya'an. 72 Bewohner waren in Gebäuden, auf Dächern und in Aufzügen eingeschlossen und befanden sich in einer kritischen Lage.

Am Übungsort verlegten die Feuerwehr der Sonderwache Heping Road und das Einsatzteam aus Mianyang Wasserschläuche, warfen Löschbomben und setzten Strahlrohre ein, um den auf das Dach übergreifenden Brand zu bekämpfen. Die Einsatzkräfte des Bezirks Yucheng und der Stadt Daxing organisierten umgehend die Evakuierung der Anwohner. Die Feuerwehr der Sonderwache Heping Road eilte sofort zum Einsatzort und verschaffte sich mithilfe von Aufklärungsgeräten einen Überblick über die Schäden an der Hochhausstruktur nach dem Erdbeben, die Sicherheit im Inneren sowie die Lage der brennenden Stockwerke und eingeschlossenen Personen. Anschließend wurden die Rettungsmaßnahmen umgehend eingeleitet.

Nachdem die Route festgelegt worden war, starteten die Rettungskräfte eine interne und externe Rettungsaktion. Die Drohnengruppe des professionellen Teams aus Mianyang startete umgehend, und Drohne Nr. 1 warf Schutz- und Rettungsausrüstung über die Eingeschlossenen auf dem Dach ab. Anschließend kreiste Drohne Nr. 2 über dem Dach und warf Löschmittel ab. Drohne Nr. 3 und Nr. 4 führten jeweils einen Löschmitteleinsatz mit Schaum- bzw. Pulverlöschmittel im Gebäude durch.

Laut Einsatzleiter vor Ort stellt die Lage in großer Höhe eine besondere Herausforderung dar, da der Aufstiegsweg häufig durch Feuerwerkskörper versperrt ist. Feuerwehrleute haben daher zeitweise Schwierigkeiten, den Brandort zu erreichen. Der Einsatz von Drohnen für Angriffe von außen ist daher ein wichtiges Mittel. Der Angriff der Drohnengruppe von außen kann die Einsatzbeginnzeit verkürzen und zeichnet sich durch hohe Manövrierfähigkeit und Flexibilität aus. Drohnengestützte Abwurftechnik ist eine taktische Innovation für Rettungsmaßnahmen in großer Höhe. Die Technologie entwickelt sich derzeit stetig weiter.


Veröffentlichungsdatum: 25. Juni 2021